Chinesische Sternzeichen

Mehrere Jahrtausende ist sie bereits alt, die chinesische Astrologie. Durch ihre enge Verflechtung mit der ostasiatischen Philosophie ist sie für Europäer manchmal schwer zu interpretieren, zeigt aber auch Parallelen zur abendländischen Astrologie.

So etwa kennt sie zwölf Tierkreiszeichen, die als „Erdzweige“ oder „Pinyin“ bezeichnet werden. Sie sind allerdings nicht nach Sternbildern, sondern nach den Tieren des chinesischen Kalenders benannt und wechseln einander auch nicht im Monats-, sondern im Jahresrhythmus ab. Ebenfalls anders als in der westlichen Astrologie ist die Tatsache, dass nicht die Sonne der wichtigste Himmelskörper ist, sondern der Mond.

Im Zeichen der Ratte (Tze; 1948, 1960, 1972, 1984, 1996 usw.) Geborene sind ehrgeizig, schlau, charmant und leidenschaftlich, aber auch ziemlich angriffslustig. Der Büffel (Kiu; 1949, 1961, 1973, 1985, 1997 usw.) ist dagegen ein gutmütiger, bisweilen etwas plumper Einzelgänger, der aber dennoch zielstrebig und konzentriert arbeitet. Der Tiger (Ying; 1950, 1962, 1974, 1986, 1998) ist ein aufbrausendes und kämpferisches Wesen, das sich nur schwer unterordnen kann und das Risiko liebt.

Der Hase (Mao; 1951, 1963, 1975, 1987, 1999 usw.) ist ein höflicher, charmanter und eloquenter Plauderer, der ziemlich eitel, ein wenig stur und nicht sehr mutig ist. Der Drache (Sheng; 1952, 1964, 1976, 1988, 2000 usw.) ist ein sehr kräftiges, vitales und aufrichtiges Wesen, das aber wenig diplomatisches Geschick besitzt und sich mit jedem anlegt. Die Schlange (Sze; 1953, 1965, 1977, 1989, 2001 usw.) ist sehr klug und listig, dabei aber auch zielstrebig und hilfsbereit.

Das Pferd (Wu; 1954, 1966, 1978, 1990, 2002 usw.) ist ein temperamentvoller, etwas geschwätziger Zeitgenosse, der es liebt, wenn etwas los ist. Die Ziege (Wie; 1955, 1967, 1979, 1991, 2003 usw.) ist feinfühlig und künstlerisch begabt, hat andererseits aber ein geringes Selbstvertrauen und neigt zu starken Stimmungsschwankungen. Der Affe (Sung; 1956, 1968, 1980, 1992, 2004 usw.) ist ein lustiger und hilfsbereiter Kauz, der aber immer auch etwas heimtückisch sein kann.

Der Hahn (Yu; 1957, 1969, 1981, 1993, 2005 usw.) ist eine eitle und entsprechend gut gekleidete Erscheinung, die zwar viel Humor besitzt, aber ein wenig zum Angeben neigt. Der Hund (Shin; 1958, 1970, 1982, 1994, 2006 usw.) ist für gewöhnlich ein loyaler, aber auch sturer und konservativer Pessimist. Zu guter Letzt ist das Schwein (Han; 1959, 1971, 1983, 1995, 2007 usw.) ein freundliches und aufrichtiges, aber gleichzeitig etwas naives Wesen, das nur allzu leicht auszunutzen ist.